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Betriebe und Schüler begeistert vom Betriebspraktikum

von Dirk Navratil

Perspektive für jeden Abschluss

So vielfältig die Möglichkeiten des Schulabschlusses an der Sekundarschule Kleve sind, so breit ist auch das Spektrum an Berufsfeldern, in denen die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen erste Erfahrungen sammeln konnten. Tierarztpraxen, Kindergärten, Floristen und sogar das Ordnungsamt der Stadt Kleve sind nur einige der Angebote, die im Rahmen des dreiwöchigen Betriebspraktikums genutzt wurden.

Wertvolle Erkenntnisse

„Ich habe mein Praktikum in einer Tierarztpraxis absolviert und hatte sehr viel Spaß an der Arbeit. Ich kann mir vorstellen, diesen Beruf auch nach dem Abitur weiter zu verfolgen“, sagt die 15-jährige Tirza. Zwar erfüllten sich nicht in jedem Fall die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler, doch konnten alle wertvolle Erkenntnisse für ihre spätere Studien- und Berufswahl gewinnen. „Ich möchte später nicht in diesem Job arbeiten, finde aber, dass es geholfen hat, meine Ideen zu sortieren“, sagt Celina (14), die ihr Praktikum in einem Kindergarten absolvierte. „Und natürlich wird auch meine gute Bewertung, die ich vom Betrieb erhalten habe, später sehr nützlich sein.

Die Erfahrungen, deren Wirksamkeit die Schülerinnen und Schüler nun in Form einer ausgiebigen Nachbereitung sichern, waren also sowohl von Schüler-, als auch von Betriebsseite durchweg positiv. Dies ist auch ein Verdienst der ausgiebigen Vorarbeit, die an der Sekundarschule Kleve geleistet wurde und wird.

Einmaliges Angebot

So startet die Berufsvorbereitung bereits in Klasse 7 mit einem Schnupperpraktikum, um einen allgemeinen Einblick in das Berufsleben zu erhalten. In Klasse 8 folgt die Potenzialanalyse, in der die Talente und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler mithilfe außerschulischer Kooperationspartner ergründet werden und im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 knüpfen die dreitägigen Berufsfelderkundungen sowie die Vorbereitung durch das Berufsinformationszentrum nahtlos an.

Besonders zum späteren Gelingen des Praktikums und zur Schaffung beruflicher Perspektiven trägt bei, dass die Sekundarschule Kleve die Berufswahlorientierung als eigenständiges Angebot zeitlich in ihren Stundenplänen fest verankert hat. „Mit Hilfe dieses Angebots und der systematischen Arbeit mit Berufswahlpässen gelingt es der Sekundarschule problemlos, das Vorhaben der Landesregierung, ein bestmögliches Übergangssystem zwischen Schule und Beruf zu schaffen, umzusetzen“, so Silke Kraemer, die als Berufswahlkoordinatorin für die Durchführung des Landesvorhabens „KAoA“ („Kein Abschluss ohne Anschluss“) zuständig ist. Sie und die Kolleginnen und Kollegen der Sekundarschule Kleve zeigen sich sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen: „Wir sind in der Berufswahlvorbereitung bereits jetzt sehr breit aufgestellt und die Rückmeldungen sowohl der Schüler, als auch der Betriebe zeigen, dass die intensive Einbindung der Berufswahlvorbereitung in das Schulprogramm der Sekundarschule Früchte trägt“, so Kraemer weiter.

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