Inhalt

Gedenktag Pogromnacht 9. Nov. Erinnern heißt vorausdenken

von Dirk Navratil

Wie ist erinnern möglich, wenn man Dinge nicht selbst erlebt hat? Wie kann Erinnerung wachgehalten werden, 78 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen der Judenverfolgungen vom 9. Nov. 1938?

Diese Überlegungen bewogen Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule an der Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht am 9.November in Kleve teilzunehmen und mit einer intensiven und einfühlsamen Darbietung  ein Zeichen für mehr Menschlichkeit zu setzen.

Die 10 SuS der Sekundarschule gedachten  in ihrem Beitrag am Synagogenplatz dem erst 15- jährigen Klever Ernst Leffmann, der 1938 vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach Holland flüchtete und in Palästina ein neues Leben aufbauen konnte.

„Erinnern heißt für uns, dass wir uns über das, was geschehen ist, informieren und uns Wissen aneignen.“
„Erinnern heißt, dass wir uns durch Bilder, Filme und Texte oder andere Dokumente dem Leben der Personen annähern.
„Erinnern heißt, dass wir versuchen wollen, uns in die Menschen dieser Zeit hineinzuversetzen, ihre Empfindungen nachzuvollziehen.“

Nach jedem Wortbeitrag der Schüler/Schülerinnen wurde wie bei einem Puzzle das Portrait von Ernst Leffmann zusammengesetzt und schließlich vollständig sichtbar, sodass sich auf diese Weise Erinnerung exemplarisch verfestigte.

Allen Mitwirkenden war bewusst, dass Erinnern bedeutet, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Denn erinnern heißt: VORAUSDENKEN.
Bürgermeisterin Northing war von dem Beitrag so angetan, dass sie sich spontan für ein Gruppenfoto in die Teilnehmer der Sekundarschule einreihte.

Zurück